30. August – 100% San Francisco & 150% Woody Allen

Am Samstag flog der Constantin, mit dem ich die letzten beiden Tage verbracht habe, in Richtung San Diego. Also haben wir uns zum Abshied noch zum Frühstück beim Starbucks getroffen. Zugegebenermassen war das keine sehr originelle Auswahl. Was kann man bei Sartbucks schon falsch machen? In weiser Voraussicht, dass ich ja noch einen Brunch geplant hatte, hab ich mir nur ein Oatmeal Cookie gekauft. Oatmeal ist Haferbrei. Daher habe ich jeweils das Gefühl etwas gesundes zu essen, verzichte aber nicht auf einen fettiges und schmackhaften Keks.

Wie bereits angesprochen, hatte ich eine Verarbredung zum Brunch. In der Sektion für San Francisco auf der Couchsurfer-page wurde bekanntgegeben, dass am Samstag von 12 Uhr bis 14 Uhr ein Brunch stattfinden wird. Da ein paar Leute mit denen ich in den letzten Wochen und Tage geschrieben habe vor Ort waren, entschied ich mit daran teilzunehmen. Da ich kein Auto mehr hatte, habe ich, urban wie ich bin, den BART (ich vermute es heisst Bay Area Regional Train) genommen um von der Kreuzung 7th / Market Street zur 12th Street zu kommen.
Bereits der Kauf des Tickets war schon eine Herausforderung, welche ich nur meistern konnte weil mir der Stefan bereits erklärt hatte wie das Funktioniert. Anstelle, dass man die Destination eingibt und dann den Preis auf dem Display hat, funktionieren die hiesigen Automaten andersrum. Man muss auf einer Liste schauen wieviel ein Ticket zu dieser Destination kostet. Hat man diese Information, muss man ein Ticket in diesem Wert kaufen. Alles weitere funktioniert wie in der Metro in Paris.
Nachdem ich natürlich zu weit gefahren bin und wieder umsteigen musste, hab ichs dann wirklich an die 12th Street geshafft. Ein Blick auf die nächste Hausnummer (800) und der Verlgleich mit meiner Notiz (1499) hat mir schon gzeigt, dass ich einen Spaziergang vor mir hatte.
Dort angekommen, habe ich mich zu dem Tisch begeben mit den meisten Leuten. Da ich von diesen Menschen noch niemanden in persona getroffen hatte, musste ich einfach raten. Von den 12 Namen welche sich mir vorgestellt haben, konnte ich mir wohl knapp 3 merken. Aber das erging denen wohl auch nicht anders.
Gemeinsam haben wir dort Brunch gegessen. Ich hab mich mit den Leuten etwas unterhalten. Später kam dann auch einer der Franzose wieder den ich an der Pary in der ersten Woche kennen gelernt habe.
Um 14 Uhr haben sich dann die meisten Leute verabschiedet und sich in alle Himmelsrichtungen verteilt, woher sie auch gekommen sind.
Eine Kleine Gruppe aus zwei Amerikanerinnen, einem Franzosen (noch einer !!), einem Investmentbanker mit Franko-Kanadischer Abstammung und mir haben sich dann entschieden woanders Kaffee bzw. Tee zu trinken.
Wir haben uns da über kulturelle Unterschiede in Beziehungen (kennen die wohl auch) und Arbeitsbedingungen unterhalten. Die Diskussion warum ich nicht in San Francisco arbeiten und leben will, hab ich mit meinen fünf Wochen bezahltem Urlaub pro Jahr im Keim erstickt. Die müssen ja nicht wissen, dass mein Arbeitgeber zu den knausrigen gehört und mir nur 20 Tage gibt ;).
Als dann diese Tasse Kaffee oder Tee auch leer war, hat sich eine der beiden Amerikanerinnen verabschiedet. Die restlichen drei haben sich auf die Suche nach dem Auto des Kanadiers gemacht. Dieser wollte uns an unseren jeweiligen Bestimmungsorten absetzen. Die Tatsache, dass er keine Ahnung hatte, in welcher Strasse sein Auto stand, hat die Suche nochmals etwas schwieriger gemacht. Da für mich alle Strassen mehr oder weniger gleich aussehen, und ich mich höchstens nach der Sonne orientieren kann, konnte ich mit ihm mitfühlen. Irgendwann und irgendwie haben wir das Auto doch noch entdeckt. Den Weg zum Kaffee hätte ich aber nicht mehr gefunden.

Nach ein paar Minuten durch die wunderschönen Strassen von San Francisco zu fahren, haben wir die anderen beiden (ein Paar) abgesetzt. Was eigentlich eine kurzen Fahrt zur 7th / Market Street (wo mein Hotel ist) hätte werden sollen, wurde zu einem kompletten Tagesausflug. Tamer (Der Türkische Kanadier) hat mir unzählige Orte in San Francisco gezeigt, welche man als Tourist ohne Auto kaum erreichen könnte. So sind wir beim Headquartet von Lucas Arts vorbeigefahren, haben das Haus von Robbie Williams gesehen, diverse Villen von Politikern, Industriellen (unter anderem von der Gründerfamilie von Dolby) etc. und die Strasse in der Ms. Doubtfire und “Full House” spielten.
Den krönenden Abschluss des Tages fanden wir dann im in-N-out Burger. Wem der Name bekannt vorkommt, hat wohl Big Lebowski gesehen. Dort kommt dieses “Restaurant” vor. Wie bei allen Burger-Ketten, schmeckt das Essen hier besser als bei McDonalds und Burger King. Es ist mir immer noch ein Rätsel warum sich in Europa nur diese beiden Ketten durchsetzen konnten.

Endlich im Hotel angekommen, habe ich mich dann gleich wieder auf den Weg in Richtung Kino gemacht. Tamer hat mir den neuen Woody Allen Film “Vicky Christina Barcelona” emfpohlen. Obwohl ich sonst nicht so viel mit Woody Allen anfangen kann, hat mich die Lust auf Kino dazu bewogen.
Dort angekommen, hab ich mir ein Ticket gekauft. Ohne die Zeit richtig anzuschauen bin ich in den entsprechenden Kinosaal gestürmt und dachte ich hätte den Anfang verpasst. Das Gegenteil war hier der Fall. Ich hab zuerst die zweite Hälfte der ersten Vorstellung, gesehen. So hab ich mich danach in “meine” Vorstellung gesetzt und den Film von vorne angeschaut. Die zweite Hälfte habe ich dann fast komplett verpennt. Macht aber nichts, da ich das Ende ja bereits kannte.

Für den Sonntag hab ich mir fest vorgenommen mal etwas weniger zu machen, so müsst ihr (wer auch immer hier mitliest ohne Kommentare abzugeben) nicht so viel Unsinn lesen und ich kann mal ein bisschen mehr Faulenzen.

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