Cape Town & A.V. Water Front

Nach einer kurzen Nacht, bin ich am Tag nach dem grossen Fest bereits kurz nach 6 Uhr aufgestanden, um meine Sachen zu packen. Wouter und mein Onkel, haben uns angeboten, dass sie uns um 7 Uhr in der Früh nach Kapstadt fahren werden. Anstelle von einer raschen Abfahrt, haben wir uns dann noch gemütlich ein Frühstück genossen, was eine weitere Stunde Schlaf nicht ganz ersetzen konnte.

Die Fahrt zum Ritz-Hotel, dauerte etwas mehr als 40 Minuten. Auf dem Weg dorthin, haben wir ein bisschen etwas von Cape Town und den Tafelberg gesehen. Es war um diese Zeit noch sehr neblig, was sich im Laufe des Tages zum Glück noch änderte.

Das Ritz-Hotel, in welchem wir zwei Zimmer reserviert haben, stellte sich als das höchste Gebäude in der Umgebung heraus. Das Hotel und die Zimmer waren alles andere als spektakulär, was auch die günstigen Zimmer (70 CHF die Nacht) rechtfertigte. Sauber war es allemal. Unsere beiden Zimmer befanden sich im 12. Stock, von welchem wir eine recht gute Aussicht hatten, bzw gehabt hätten. Der Nebel war immer noch sehr dicht in diesem Teil der Stadt.
Das besondere an diesem Hotel war das “Revolving Restaurant”. Im 22. Stock, befindet sich ein Restaurant, welches sich um die eigene Achse dreht. So kann man vom Tisch aus einen grosen Teil der Stadt sehen, während sich das Restaurant dreht.

An diesem angebrochenen Tag, stand die Besichtigung der Waterfront auf dem Programm. Waterfront (bzw. Victoria & Alfred Waterfront) ist ein Teil des Hafens, welcher zum Touristenviertel umgebaut wurde. Die Firma hinter dem V.A. Waterfront baut weltweit solche Anlagen und betreibt Touristenattraktivitäten. Laut Markus und seinen Pfadfinder-Skills, sollten es nur etwa 600 Meter vom Hotel sein, bis zur Waterfront. Für diese 600 Meter hatten wir etwas mehr als zwei Stunden, inklusive Kaffe-Pause.

Anfangs war es noch sehr neblig, was die Sicht sehr beschränkte. Bis Mittag, kam die Sonne immer mehr zum Vorschein, was auch die Temperatur angenehm steigen liess.

Auf dem Weg zur Waterfront, haben wir die Baustelle des Fussball WM-Stations gesehen. Das Grundgerüst des Stations scheint zu stehen. Trotzdem schien es mir als Laie, als würde da noch sehr viel Arbeit zu erledigen sein, in den letzten 400 Tagen vor der Fussball Weltmeisterschaft in Süd-Afrika.

Als wir in der Waterfront ankamen, schien die Sonne und die sommerliche Stimmung im Südafrikanischen Herbst, kam langsam auf. Die Gebäude in diesem Bereich, waren alle in einem Viktorianischen Stil gebaut. Kaum eines der Gebäude, war alt genug. Die Stimmung sollte, aber an diese Epoche erinnen. Im Zentrum dieser Waterfront, stand ein grosses Einkaufszentrum, in welchem sich die bekannten Weltmarken den Besuchern präsentierten und ihre Produkte verkauften.

In einem Selbstbedienungs-Fishrestaurant, haben wir uns dan unsere erste Mahlzeit in Kapstadt gegönnt. Umgerechnet 8 Franken für eine Portion French Fries, ein Fish-Filet, 4 Prawns und ein Getränk fand ich einen fairen Preis, obwohl es sich hier wohl um ein Touristen-Gebiet handelte, wo die Preise immer etwas höher sind.

Am späteren Nachmittag, haben wir uns dann noch das Oceans Aquarium in Cape Town angeschaut. Die verschiedenen Fische und die Pinguine haben daraus einen kurzweiligen Aufenthalt gemacht. Nur die Haifisch-Fütterung, welche erst verspätet gestartet wurde, und dazu noch äusserst langweilig war, hat unsere Euphorie etwas gebremst. Wenn ich hätte zusehen wollen, wie toter Fisch verspiesen wird, wär ich im Restaurant geblieben. Dort konnte ich wenigstens sitzen.

Da wir mitlerweile doch recht müde waren, haben wir uns dafür entschieden, in einem Lebensmittelgeschäft noch etwas zu Essen und Trinken zu kaufen und langsam in Richtung Hotel zu fahren. Ich habe den Abend dann mehr oder weniger mit TV, Fotos sortieren und gelegentlichem Einnicken verbracht. Das einzige was wir noch auf die Beine kriegten, war die Organisation der Rundfahrt vom nächsten Tag.

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