Erster Tag in San Francisco

Am Freitag war ich den ersten ganzen Tag in San Francisco. Warum ich den Wecker auf 6:30 Uhr gestellt habe, weiss ich immer noch nicht. Auf jeden Fall konnte ich danach nicht mehr einschlafen. Somit hat mein Tag bereits recht früh begonnen.

Als erstes, habe ich den kostenlosten Hilton Internet-Anschluss noch etwas ausgenutzt. Neben dem Üblichen wie E-Mail, News und natürlich Facebook stand der erste Clip von meiner Reise auf dem Programm. Danach musste ich mich aber den Aufgaben des Tages widmen, welche sich nicht von selbst erledigen wollten.

Beim Frühstück hab ich dann noch zwei nette Bayern kennengelernt, welche via Sidney (dort waren sie zwei Tage) über San Francisco (auch nur zwei Tage Aufenthalt) nach Hawaii gehen wollten. Dort wollten sie vermutlich etwas länger bleiben. Wir haben uns dann über alles mögliche unterhalten. Unter anderem darüber wie schlecht die Wirtschaft in Deutschland ist, und das Gemüse so teuer sei. Es ist mir dann erst im Lift aufgefallen, wie ironisch es ist, dass sich Leute welche im Hilton übernachten beklagen, dass ein Kilo Kartoffeln 2 Euro kostet.

Ãœbernachtung vom Freitag auf Samstag in San Francisco
Da ich für diese Nacht keinen Couchsurfer gefunden habe, der mich bei sich hosten wollte, musste ich mir ein Hotel suchen. Die meisten Hotels in San Francisco sind recht teuer. Bei den vielen Leuten, welche in die Stadt kommen, können die auch Preise jenseits von 130 USD verlangen. Ich habe dann aber in der Nähe vom Hilton Hotel ein Hostel gefunden, welches mich nur 57$ pro Nacht gekostet hat. Der Unterschied zwischen dem Hilton Hotel und dem Pontiac Hotel ist spürbar, aber solange ich ein sauberes Bett finden konnte, war ich für diese Nacht zufrieden.

Mietauto abholen
Für die kommende Woche in San Jose am ESWC musste ich noch das Auto holen. Schlau wie ich bin dachte ich mir, dass ich mit dem Cablecar vom Hilton Hotel (wo ich mein Gepäck gelassen habe) zum Fishermans Warf fahren könnte. Da sich Amerikaner momentan nur Urlaub im eigenen Bundesstaat leisten können, standen über 300 Leute an der Haltestelle. Wenn man bedenkt, dass kaum mehr als 30 Personen in ein Cablecar passen und diese höchstens alle 10 Minuten kommen, hätte ich eine Ewigkeit gewartet. Da ich aber genauso schlecht im Schätzen von Distanzen bin wie schlau, hab ich mich entschieden zu Fuss zu gehen. Der Weg hat mich direkt über den Hügel gebracht. Ich habe es genossen die Stadt aus dieser Perspektive zu sehen. Am Ziel angekommen, war ich recht erschöpft, da ich schon recht viele Höhenmeter gemacht habe auf diesen Hügel zu laufen und auf der anderen Seite wieder runter.

GPS Navigationssystem für Mietautos kaufen
Es wäre wohl am besten gewesen, das Navigationssystem vor dem Mietauto zu holen. So musste ich blind in eine Richtung fahren um ein Geschäft zu finden. Ich hatte noch in Erinnerung, dass beim “Pier 39” Ramschgeschäfte alles Mögliche verkaufen, vermutlich auch Navigationsgeräte. Vom Parkplatz, den ich gefunden habe, bin ich noch an gefühlten 20 weiteren Parkhäusern und offenen Parkplätzen vorbei gelaufen bis ich dann wirklich beim Pier war und ein Geschäft gefunden habe. Der Verkäufer fragte mich danach woher ich komme und mir daraufhin für die gelungenen Olympischen Spiele in meiner Heimat gratuliert. Ich hab höflich genickt, wie wir Asiaten es pflegen zu tun und bin verwirrt wieder gegangen

Gekauft hab ich dann schlussendlich ein schickes TomTom One, welches trotz dem überrissenen Preis billiger war als zehn Tage ein GPS mit dem Auto zu mieten.

Party an der Howard-Street am Abend
Auf Couchsurfing.com hat ein Benutzer zur einer Party geladen, an der er eine Lounge gemietet hat. In weiser Voraussicht hab ich mich mit dem Taxi dorthin fahren lassen und bin dort an diese Party gegangen, welche um 22 Uhr begonnen hat. Die Party war nicht schlecht, obwohl mir die Musik (Hip Hop) nicht gefiel und man sich wegen der Lautstärke nicht unterhalten konnte. In einer lauten Umgebung englisch zu sprechen fällt mir sowieso recht schwer. Vom Verstehen der anderen ganz zu schweigen.

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