Hostel Lollypop an ther 83th Street in New York

Meinen bisherigen Aufenthalt hier in der USA, konnte ich zum grossen Teil mit recht günstigen Motels bewältigen. Die Ausnahme waren hier wohl die ersten Tage im Hilton in San Jose und San Francisco (merci Orlando) und die beiden Nächte in San Francisco als ich zu spät gesucht habe.
In New York gibt es aber keine günstigen Einzelzimmer. Entweder man ist irgendwo in New Jersey oder 150 Dollar pro Nacht reichen kaum aus. Vor allem, wenn man knapp dran ist mit buchen.

Ich hatte also nur die Möglichkeit ein Hostel zu suchen, welches ich über die Hotline von Hostel.com auch gefunden habe. Dies ist ja bereits ausführlich dokumentiert und allen Lesern und Leserinnen bekannt.

Das Hostel, welches laut Hotel.com “Lollypop” heisst, ist keine 3 Gehminuten von der Subway-Station an der 81th Street weg. Das Quartier macht einen sicheren Eindruck. In der U-Bahn habe ich gestern von einem Franzosen der hier für die UN arbeitet erfahren, dass er für ein kleines Schlafzimmer 3’500$ bezahlt. Die Nähe zum Central Park, wird hier auch noch etwas ausmachen.

Das Hostel selber ist sehr einfach gehalten und auf unnötigen Luxus wie ein Lift, Lüftung etc. wurde verzichtet. Im Untergeschoss steht aber ein HD-Frenseher.

Das interessanteste sind aber schon die Leute hier. Nur schon deswegen ist ein Besuch in einem Hostel empfehlenswert.

Deutsche: Natürlich hat es hier auch ganz viele Leute aus Deutschland. Die sind eigentlich recht angenehm. Sie zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie immer wenn ich aus dem Hostel gehe oder ins Hostel komme, auf der Treppe sitzen und auf etwas warten. Entweder das sind Statisten und/oder sie kriegen nicht mehr mit von der Stadt. Ich hab das zu praktisch allen Tageszeiten (8 AM – 2AM) getestet.

Österreicher: In meinem Zimmer sind zwei Österreicher. Von denen kriegt man eigentlich recht wenig mit, ausser das einer etwas schnarcht. Ihr Gepäck hingegen, nimmt einen beträchtlichen Teil der freien Fläche in Anspruch. Und mit Gepäck meine ich ein paar Kleider und ganz viele angefangene Flaschen alkoholischer Getränke.
Sie sind auch nicht besonders gesprächig.

“Il Napoletano” Fabio aus Palermo: Die Hauptperson aus meinem Zimmer ist der Fabio. Ihn habe ich 20 Minuten nachdem ich das Zimmer bezogen habe kennen gelernt. Er kommt ursprünglich aus Neapel, arbeitet aber momentan in Palermo bei der Finanzpolizei. Entgegen früherer Meldungen, ist “Guardia della Finanza” kein Steuerbeamter.
Mit ihm war ich jetzt die letzten Tage unterwegs und habe New York erkundet. Er kam am Dienstag an und wird bis am 28. hier bleiben. Da er praktisch kein englisch kann, wird er es wohl nicht so einfach haben.

Mr. Bose, der 84jaehrige Inder: Letzte Nacht hatten wir einen echten Inder zu Besuch. Hotels.com hat ihm das Hostel als Einzelzimmer verkauft. Dementsprechend überrascht war er, als er gesehen hat, wie es wirklich aussieht. Zu meiner Überraschung, hat er es locker genommen und ist da geblieben.
Der indische Mr. Bose (verwandt mit den Audio-Bose Leuten) ist “Mechanical Engineer” in Pension und hat ein Verfahren patentieren lassen, mit dem sich 15-20% Treibstoff sparen lässt. Dies konnte er heute früh dann potentiellen Investoren in New York präsentieren.
Nachdem er mir dann seine ganze Lebensgeschichte erzählt hat, und auch noch Auszüge aus seinem vorherigen Leben und das seines Vaters, ist er dann schlafen gegangen. Ich muss noch erwähnen, dass der Mr. Bose praktizierender Hindu ist, daher die vielen Leben.
Ich werde ihm nächste Woche einmal ein Mail schicken, vielleicht hilft er mir Benzin zu sparen ….

Von dem her, hat es auch seine Vorteile in einem Hostel zu sein. Mit jeder Nacht die ich hier bin, vermisse ich mein eigenes Bett umso mehr.

Morgen Nachmittag werde ich dann den Flug nach Zürich nehmen, daher nehme ich nicht an, dass ich vorher noch zum bloggen komme.

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